am vorletzten Tag unseres Lapplandurlaubs steht ein Ausflug auf eine Rentierfarm an. Doch es geht erst 13 Uhr los und so nutzen wir den Vormittag zum ausschlafen. Das Frühstück fällt dann eher mager aus, denn wir wollen nochmal Würstchen grillen gehen.
Die heutige Feuerstelle ist noch im Ruhemodus. Das heißt, wir müssen selbst das Feuer machen. Super, wer uns kennt, weiß ungefähr, wie die Sache dann ablief :-). Es war windig und es war keine schützende Hütte um uns herum. Eine Axt zum Spalten des Holzes fand sich auch nicht. Mario hatte längst resigniert, aber irgendwie muss es doch funktionieren. Ich schreibe besser nicht wie, aber am Ende hatten wir Feuer und gegrillte Würste und das ohne fremde Hilfe. Juchu.
Es war nun auch Zeit zum Abholpunkt zu laufen. Und plötzlich setzt Schneefall ein. Die Straßen sind schnell voller Neuschnee und meine Mifahrer zweifeln den Fahrstil des Taxifahrers an. Gut, in Deutschland reduziert man eventuell die Geschwindigkeit bei solch Verhältnissen. Aber der Herr hatte das im Griff und sicher angekommen sind wir auch.
Nach Ankunft und ein paar Erklärungen ging es auch direkt in die Schlitten. Auf Wunsch der Farm sitzt jeder einzeln. Los geht’s. Der Schneefall wird stärker, irgendwie cool, denn der Himmel wäre sonst grau verhangen. Um uns herum ist es still. Auf meiner linken Seite ist der Kopf des hinteren Rentiers immer direkt neben mir. Mehrfach schauen wir uns tief in die Augen. Viel zu schnell gehen die 30 Minuten vorbei. Anschließend dürfen wir die Tiere füttern, bevor es ins Warme geht. Es gibt Rentiersuppe, Beerensaft und ein Dessert, dessen Name ich vergessen haben.
Schon wartet das Taxi darauf uns zurück nach Pyhä zu fahren.
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