Die Nacht war nass. Es hat die ganze Zeit geregnet und irgendwo gab es kluckernde Geräusche. Trotzdem haben wir ganz gut geschlafen. Kurz vor 8 Uhr gab es Frühstück. Den Espressokocher kann ich mittlerweile problemlos bedienen. Kochen mit Gas geht auch. Nur den Backofen habe ich noch nicht in Gang bekommen.
Was haben wir heute vor? Ab Mittag soll es stürmisch sein, so dass wir anlegen müssen. Bleiben wir gleich in der Basis und üben ein wenig das fahren und parken? Oder wagen wir uns raus? Die Mitarbeiter der Basis geben grünes Licht bis Mittag. Wir sollen bis Burano fahren. Das sind über 4 h. Also starten wir. Es geht durch die schmale Ausfahrt hinaus auf den Fluss Sile. Und so fahren wir ganz gemütlich in Richtung Burano/ Lagune von Venedig. Es klappt immer besser mit der Lenkung. Nur in einer Kurve wird’s etwas eng. Aber auch diese Situation wurde gut gelöst.
Dann erreichen wir nach 1,5 h Casale sul Sile und wir entscheiden hier festzumachen. Da wir erstmal gemütlich unterwegs waren, hätten wir Burano vor dem Regen und Sturm nicht erreicht. Wir wenden in 3 Zügen im Fluss, nachdem Mario kurzzeitig Panik schob, und legen ganz ruhig an. Das hat schon mal sehr gut funktioniert.
Die Familie äußert ein Hungergefühl. Wir werfen den Grill an und nutzen die letzte Stunde vorm Regen zum gemütlichen Essen oben an Deck. 13 Uhr fängt erst der Regen und wenig später der Wind an. Der Pegel des Flusses steigt kontinuierlich an. Unser Boot hebt sich immer mehr an der Kaimauer hoch. Viel Platz ist nicht mehr nach oben.
Nun gut. Wir nutzen die Liegezeit und gehen mit Regenschirmen in die Stadt auf einen Cappuccino und ein Eis.
Am Abend wollten wir eigentlich in ein Restaurant gehen, aber die Situation mit dem Hochwasser spitzt sich immer mehr zu. Der Wind schiebt uns immer wieder an die Mauer.
So kochen wir eine Runde Nudeln und bleiben lieber auf dem Boot.
Mittlerweile steht das Wasser bis oben an der Kaimauer. Unsere Fender reichen nicht mehr und sind mittlerweile zu kurz. Vom Boot kommen wir nur noch mit einem Sprung nach unten, so hoch steht unser Boot zwischenzeitlich. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Situation zu beobachten und die Leinen zu kontrollieren.
Wir beschließen ins Bett zu gehen. Mal schauen, ob wir morgen früh komplett von Wasser umgeben sind.






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