Raus aus Südafrika, rein nach Swaziland/ eSwatini

Veröffentlicht am 4. Juli 2024 um 22:47

Heute dürfen wir etwas länger schlafen, denn Abfahrt ist frühestens 9 Uhr. Es liegen wieder über 300 km, d.h. 4-5 h Fahrt vor uns. Unten im Ort wird noch schnell ein Magnet gekauft und dann geht es vorbei an zahlreichen Obst- und Gemüseplantagen (Banane, Makadamia, Avocado, Papaya, Orangen, Zitronen, Kohl usw.) in Richtung eSwatini/ ehemals Swaziland. Das bedeutet wir reisen aus Südafrika aus und in eines der ärmsten Länder der Welt ein. Es regiert ein König (letzte absolute Monarchie in Afrika) der aller 2 Jahre zusätzlich eine neue Frau heiratet (es sind wohl aktuell 18). Das Einkommen beträgt im Durchschnitt unter 2 US-Dollar pro Person und Tag!!! Dem König hingegen geht es mehr als gut. Hier ein interessanter Artikel im Stern https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/swasiland--koenig-kauft-autos-fuer-seine-frauen-und-kinder-8999786.html

Wir ergänzen jedoch, dass anscheinend von BMW auf Mercedes umgestiegen wurde :-). 

Am späten Mittag erreichen wir nun die Grenze, nachdem wir an unzähligen brennenden Landflächen vorbeigefahren sind. Es ist angeblich ein kontrolliertes Abbrennen. Es stinkt jedoch einfach nur furchtbar und der blaue Himmel färbt sich grau. Deshalb gibt es heute auch kaum Fotos, obwohl die Landschaft viele schöne Bilder geboten hätte. 

Der Prozess an der Grenze ist einfach nur unsinnig und versetzt uns in alte Zeiten zurück: alle aus dem Auto raus. Mit dem Pass in der Hand zum ersten Schalter, um aus Südafrika mit Stempel ausreisen zu können. Dann zum 2. Schalter, der das dann nochmal kontrolliert. Wieder 200 m weiter laufen bis zur Einreisestelle in eSwatini. Dort Stempel rein in den Pass. Bernhard bezahlt noch irgendeine Gebühr fürs Auto. In der Zeit warten wir draußen geduldig und werden von allen Menschen bestaunt (nur wir sind weiß). Dann steigen wir ins Auto ein und an der Schranke wird das Auto durchsucht. Eine Stunde später ist es geschafft. Nach ein paar Kilometern legen wir einen Stopp bei einer Glasbläserfabrik ein und essen etwas zu Mittag. Wir treffen eine deutsche Reisegruppe und tauschen uns über die letzten Safaris aus. 

Die Luft wird immer stickiger. Trotzdem gibt es eine kleine Stadtrundfahrt, um zu sehen, wo die EU so ihr Geld gelassen hat. 

Zum Abschluss besuchen wir ein großes Festivalgelände, an dem zahlreiche Händler ihre Waren anbieten. Ehrlicherweise kein Schnulli, sondern handgemachte Waren. Kein Verkäufer wird aufdringlich. Andere Gäste gibt es auch kaum. Ein angenehmes Bummeln mit den feinsten Toiletten!

Den Abend lassen wir im Hotel ausklingen. Das Mogi Boutique Hotel mit nur 6 Zimmern ist für eine Nacht unser Zuhause. Die Zimmer sind fein und der Garten wirklich hübsch. Es ist nur leider schon dunkel bei Ankunft.

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