Auf Safari im Balule Naturreservat

Veröffentlicht am 2. Juli 2024 um 22:38

Nachdem uns der Flieger nach George gebracht hat und wir für 1 Nacht in Johannesburg nächtigten, ging es knapp 7 Stunden lang im Auto zum Balule Naturreservat. Es ist ein privates Wildreservat, welches direkt an den Krüger Nationalpark angrenzt, aber keinerlei Zäune zum Krüger besitzt. D.h. die Big Five sind hier zuhause. Wir wohnen in der Baluleni Lodge, ca. 20 Fahrminuten vom Gate entfernt. Hier dürfen nur diejenigen rein, wer auch auf einer Lodge wohnt. Baluleni hat nur 8 Häuser. Alle sind frei zugänglich, ebenso ohne Zaun. D.h. es gibt klare Regeln hier. Rennen ist absolut verboten und in der Dunkelheit darfst du dich nur mit einem Ranger fortbewegen. Letzte Nacht muss ein Leopard am Haus meiner Eltern vorbeigestapft sein, denn die Spuren sind ganz frisch. Auch Elefanten, Giraffen, Löwen und Nilpferde sind regelmäßig zu Gast. Wir haben direkt an der Lodge bisher nur Affen, Impalas und einige Vogelarten gesichtet. 

Nachmittags um 16 Uhr stiegen wir in den Jeep und sind zur ersten Pirschfahrt aufgebrochen. Gut 1,5 durch den Busch. Die Sonne geht unter und wir machen einen Stopp für den Sundowner. Bislang zeigten sich uns Giraffen und Impalas. In der Dunkelheit entdeckten wir ein stampfendes Nilpferd mit 2 Jungtieren sowie einen Leopard. Um uns herum absolute Ruhe. Ein wenig unheimlich ist das schon. Kurz nach 19 Uhr, es war längst dunkel (Sonnenuntergang um 17:18 Uhr) lud uns Andreas, dem die Lodge gehört, zum Abendessen ein. Wir sitzen am Feuer und ein Barbecue wird aufgetischt. Mit 6 Amerikanern (aus Dalles) tauschen wir uns über die Erlebnisse unserer beiden Reisen aus. Später bringt uns ein Ranger ins Zimmer, welches schon vorgewärmt ist. Wir sind auf die erste Nacht im Busch gespannt. 

Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Draußen ist es dunkel. Um 6 Uhr holt uns der Ranger zur nächsten Pirschfahrt ab. Wir sind dick eingemummelt mit Mütze, Schal und Handschuhen. Es ist empfindlich kalt. Gleich nach dem Start sehen wir Elefanten, später Giraffen und ein Kudu. Ansonsten ist es eher mau. 

Um 9 Uhr sind wir wieder an der Lodge und genießen ein fantastisches Frühstück mit Pancakes, Omelettes, Avocado und Ei belegte Baguettes, frisches Obst (Pfirsich, Erdbeere, Apfel, Papaya, Ananas), selbstgemachte Amarula-Marmelade, Kaffee, Orangensaft…. . 

Und jetzt heißt es chillen. 

Am Abend geht’s erneut auf Pirschfahrt/ Game Drive. Heute stampft das Flusspferd, das gefährlichste Tier Afrikas! direkt vor unserem Jeep über die Straße. Der Fahrer macht auch mehrfach auf dem abendlichen Game Drive den Motor und alle Lichter aus. Man hört manchmal nichts und ein anderes mal knackt es, ein Zeichen für Tiere nah neben uns. Aufregend und gruselig. 

Die beiden Tage gehen leider ganz schnell vorbei. Ein Löwe hat sich nicht gezeigt, dass Zebra nachts nur ganz kurz. Aber wir haben nochmal einen Tag im Krüger. Wer weiß, was man da noch alles sichtet.

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