Kurz nach 4 Uhr morgens kommt der Lotse an Bord. Nicht wie im Tagesblatt angekündigt per Hubschrauber, sondern klassisch mit dem Lotsenboot. Wir biegen in den Kanal ein und fahren nun die nächsten Stunden bis zu unserem Liegeplatz in Rotterdam. Es geht vorbei an den Vororten und natürlich an Fabriken und Raffinierien. Das Schiff wird gedreht, fährt lange rückwärts und legt schließlich gegen 7 Uhr backboard am Pier an. Unser Blick von der Kabine aus richtet sich daher auf die Innenstadt, denn unsere Kabine befindet sich auf der anderen Seite.

Heute soll es nicht regnen. So entscheiden wir uns für die Fahrt nach Amsterdam. Zuerst laufen wir im zügigen Tempo gut 40 Minuten zum Bahnhof. Uns fallen die breiten Fahrradwege und die Vielzahl der Radfahrer auf. Keiner trägt einen Helm. Am Bahnhof angekommen kaufen wir ein nicht gerade günstiges Zugticket für Hin- und Rückfahrt. Wir steigen in einen der Schnellzüge ein, die im 15 Minutentakt abfahren. Es geht vorbei an zahlreichen und nicht endenden Gewächshäusern. Überall schlängeln sich Wasserkanäle durchs Land und Windmühlen sind auch zu sehen. Nach 41 Minuten erreichen wir Amsterdam.

Hinter dem Hauptbahnhof sehen wir bereits die zahlreichen Grachtenboote. Online werden Ticket gekauft und schon sitzen wir in einem dieser bekannten Touristenboote. 1 h lang schippern wir auf den Kanälen und lauschen dabei dem deutschen Audioguide. Uns fällt leider direkt der Müll auf, der überall auf der Wasseroberfläche schwimmt. Das ändert sich später auch nicht auf den Straßen und Fußwegen. Auch hier liegt der Müll verstreut.
Wir fahren an ganz vielen Hausbooten vorbei. Manche Menschen wohnen hier ganz bewusst das ganze Jahr über. Einige Boote sind jedoch schon so alt und kaputt, dass sie nur noch angeleint herumliegen.


Mit vielen neuen Eindrücken verlassen wir das Boot und sind auf der Suche nach einem kleinen Mittagssnack. Wir durchqueren die City und nehmen die besonderen Gerüche war. Das ist nichts für unsere Nasen. Wir legen eine Getränkepause ein bevor es uns zu einem der bekannten Pommesbuden zieht. Jeder bestellt eine mittlere Portion. Der eine klassisch mit Ketchup. Ich nehme die Trüffel Mayonnaise. Alles sehr lecker!!!


Wir schlendern weiter. Da die Füße so langsam müde werden, entscheiden wir uns für einen Kaffeestopp. Auf dem Weg zur nächsten Tram-Station werfen wir einen Blick über einen Blumenmarkt. Hier können unendlich viele Blumenzwiebeln erworben werden. Der Fahrkartenkauf gestaltet sich dann nicht ganz so einfach. Aber wir bekommen es hin.


Schließlich geht es mit einem recht vollen und schmutzigen Zug vom Amsterdam Centraal zurück nach Rotterdam, wo wir in die Metro in Richtung des Cruise Terminals steigen.


Es liegt ein langer Tag hinter uns. Amsterdam war voller Touristen und die Sauberkeit und die Gerüche waren nicht so unser Ding. Würden wir wieder mit dem Schiff in Rotterdam anlegen, so verbringen wir den Tag hier oder am Strand oder in Den Haag. Alles ist mit der Metro erreichbar. In Rotterdam wurde in den letzten Jahren viel gebaut. Vor allem moderne Hochhäuser. Am Abend beim Auslaufen des Schiffes erlebten wir dadurch tolle Momente, was auf dem Fotos gar nicht so rüberkommt.
Tschüß Niederlande.

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