Das Bordleben

Veröffentlicht am 19. Februar 2024 um 23:21

Am Sonntag legte unser mit ca 5.800 Passagieren ausgebuchtes Schiff pünktlich um 21 Uhr in Hamburg ab. Wir parken rückwärts aus und drehen uns einmal auf der Elbe. Immer wieder toll mit anzuschauen.

Anschließend genießen wir die Ed Sheeran Show im Theater. Dafür meldet man sich bequem vorab in der App an. 3 mal pro Abend wird gespielt. Man kommt immer spätestens 10 Minuten vor Showbeginn an den Eingang und sucht sich einen Platz. Die Sicht ist von allen der knapp 1.000 Plätze sehr gut. Es wird 35 Minuten gesungen und getanzt. Highlight ist ein auf Salsa spezialisiertes Tanzpaar mit atemberaubender Akrobatik. Toll. Der Abend endet für uns mit einer Party in der Galleria. 

Die Nacht verläuft sehr ruhig. Das Schiff liegt ganz ruhig auf dem Wasser. 

Vor uns liegt Seetag Nummer 1. Der Himmel ist bedeckt und es weht eine stärkere Brise, als wir einen Spaziergang an Bord machen. Trotzdem werden die Outdoor Pools und Whirlpools kräftig genutzt. Auch der Wasserpark hat geöffnet. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen auf Deck 7 und spielen eine Runde „Phase 10“ bevor uns der leichte Mittagsappetit ins mexikanische Restaurant „Hola“ zieht. Das ist ein Spezialitäten Restaurant, welches gegen Aufpreis genutzt werden kann. Ich erspähe vorab auf der Speisekarte eine Bowl mit Nachos, Käse, Guacamole, Bohnen … . Wir bestellen die große Portion und teilen uns das Essen. Im Restaurant ist es schön ruhig. Das war eine gute Wahl für einen kleinen Lunch. Ganz anders als im Marketplace zum Frühstück, wo es zuging wie auf dem Jahrmarkt. Die überwiegend britischen Gäste zeigten sich von ihrer bekannten Seite. Laut und wenig stilvoll. Auch das Essen ist auf sie abgestimmt. Das war etwas zum abgewöhnen. Morgen gehen wir auf jedem Fall in eines der Bedien-Restaurants zum Frühstück. 

Auf dieser Route sind mehr als die Hälfte Briten, gefolgt von unseren Landsleuten aus Sachsen und ein paar Holländern, Franzosen, Belgiern. Es werden Unmengen an Softdrinks und Alkohol konsumiert. Die Softdrinks (vor allem Cola) sind alle in Dosen zu bekommen. Das Wasser wird in Plastikflaschen serviert. Dabei wirbt die Reederei mit einem großen Nachhaltigkeitsprogramm „MSC Foundation“. Auch wenn die Flaschen aus recyceltem Material produziert werden, ist es weiterhin Plastik. Auch das Geschirr im Marketplace ist aus Plastik. Hier kann noch einiges verbessert werden.

So vergeht der Seetag wieder wie im Flug. Am Nachmittag naschen wir von den kleinen Törtchen und trainieren die Kalorien anschließend im Fitnessstudio wieder ab. Mittlerweile zeigt sich die Sonne. Mit einem tollen Ausblick aufs Meer wird gesportelt. 

Am Abend lädt der Kapitän zum Galadiner. Wir machen uns chic. Aber wir können mit der Robe der Briten nicht mithalten. Es funkelt und klitzert. Die Damen kommen wirklich überwiegend im Cocktail- und Abendkleid, natürlich mit Highheels. Der Geschmack ist bekanntlich bei jedem anders ausgeprägt. Wir machen uns einen Spaß daraus kommentieren die, manchmal zu knappen“ Outfits der Ladies. Pünktlich um 20:30 Uhr sitzen wir im Theater. Der italienische Kapitän Pietro zeigt sich zum ersten Mal. Es folgt eine schön anzuschauende Show (Circus 1920) mit Tanz, Gesang, Akrobatik und tollen Kunststücken. Die Shows erscheinen uns wirklich hochwertig. Da waren wir bei AIDA etwas enttäuscht. Zumal man durch die Sitzplatzanordnung im Theatrium oft nur wenig sah oder 1 Stunde vorab seinen Platz reservieren musste. Auf der MSC Euribia ist das für unseren Geschmack deutlich schöner gelöst.

Der Seetag geht zu Ende. Mit Ankunft in der Kabine werden wir mit einer Routenänderung begrüßt. Der Stop in Le Habre entfällt aufgrund eines Streiks der Hafenmitarbeiter. So legen wir einen Overnight Stop in Zeebrügge ein. Wenn wir morgen wieder Handyempfang haben, müssen wir  erstmal ein neues Programm kreieren:-). Vielleicht sehen wir ja außer Zeebrügge und Brügge auch noch Brüssel. Wir werden sehen. Gute Nacht. 

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