Ein Blog von Mario
Wir haben bereits Tag 20 unserer Reise und der Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu. Da heute einer der wenigen windfreien Tage sein sollte und wir gestern ganz schön viel erlebt hatten, wollten wir heute entspannen. Ursprünglich war dafür der feine Sandstrand direkt vorm Hotel vorgesehen. Nachdem jedoch, entgegen dem weltweiten Trend, hier an der Algarve die Wassertemperaturen auf 16 Grad (derzeit an der Ostsee an der Insel Rügen 19 Grad) gefallen sind, entschieden wir uns für den etwas wärmeren Pool. Obwohl auch dieser nichts mit Mittelmeer oder Türkei zu tun hat und man sich erst überwinden muss hinein zu gehen. Wir vergnügten uns mit den vor Ort gekauften Ball sowie Schwimm-Dounat und hatten jede Menge Spaß.
Als wir gegen 14 Uhr doch ein leichten Hunger verspürten, testeten wir eines der beiden Strand-Restaurants direkt vorm Hotel. Claudia und Kira hatten das vermeintlich bessere schon vorher ausgewählt. So ging es direkt dort hin. Es war gut besucht und hatten Glück direkt am Fenster zu sitzen. Der Ausblick war einfach herrlich und durch die geöffneten Fenster wehte ein leichter Hauch. Als uns die Kellnerin noch auf Deutsch begrüßte waren wir begeistert. Leider warteten wir dann ziemlich lange auf unser Essen. Außerdem war die Qualität der Speisen doch nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Auch die Rechnung war für portugiesische Verhältnisse recht hoch. Der erste gute Eindruck war getrübt.


Bevor das Abendessen anstand, hatte meine Frau noch eine Mission. Sie wollte einmal den Zug fotografieren der quasi vor der Haustür am Strand entlang von Lagos nach Faro fährt. Es ist eine Strecke, die weitestgehend eingleisig führt und noch nicht elektrifiziert ist. Also ziemliche Parallelen zu Deutschland. Wir studierten den Fahrplan und spazierten zum nahegelegenen Haltepunkt. Obwohl wir nur ungefähr eine Ankunftszeit hatten, waren wir genau richtig und standen auf dem Bahnsteig als der kurze Zug einfuhr. Wir schossen ein paar Fotos und schon fuhr er quietschend davon. Seit unserem Schweiz-Urlaub im letzten Jahr sind wir sozusagen auf den „Zug“ gekommen. Allerdings haben wir in Portugal eher ältere und ungepflegte Schienenfahrzeuge gesehen, die überhaupt nicht mit der Schweiz vergleichbar sind.

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