middle of nowhere

Veröffentlicht am 17. Juli 2023 um 22:30

Wir verlassen Cascais kurz vor 10 Uhr und fahren über Lissabon in Richtung Süden. 220 km liegen vor uns. Die Straßen sind recht frei. Sogar die Brücke des 25. April in Lissabon passieren wir ohne Stau. So erreichen wir mittags Sines, welches bekannt ist für seine Ölraffinerie. Der berühmteste Sohn der Stadt ist der Seefahrer Vasco da Gama, der den Seeweg nach Indien fand. Wir kaufen ein paar Lebensmittel und Getränke ein und machen uns auf zum Strand. Am Praia de Sao Torpes erwarten uns endlich warme Temperaturen. Die Sonne lacht und auch der Wind scheint heute eine Pause einzulegen. Wir gönnen uns einen leckeren Cappuccino. Ab jetzt brauchen wir tatsächlich einen Sonnenschirm. Den müssen wir später im nächsten Supermarkt noch kaufen. 

Weiter gehts entlang der Küste. Wir sehen eine traumhafte Küstenlandschaft aus Felsen und Sandbuchten/ - Stränden (die Schönheit geben die Fotos gar nicht wieder).

Nach weiteren 30 Minuten biegt das Navi links ab. Ab jetzt gibt es nur noch Schotterwege bis zur nächsten Unterkunft. Äste liegen auf dem Weg, aber Kira räumt diese fleißig zur Seite. Schließlich landen wir irgendwo hinter Vila Nova de Milfontes im Landesinneren, dafür mit traumhaften Blick über den Fluss Mira.

Ruhe. Keine Touristen. Monica die Gastgeberin empfängt uns. Im Appartement steht leckerer Schokokuchen für uns bereit. Wir essen erstmal eine Kleinigkeit. Kira chillt dann erstmal und wir gehen eine Runde die Umgebung erkunden. Unten am Fluss kommen wir nicht an. Wir haben kurze Hosen an und irgendwie haben wir das Gefühl von kleinen Tierchen aufgefressen zu werden. Das müssen wir also später mit anderer Kleidung nachholen. Uns beschleicht das Gefühl auf Safari in Südafrika zu sein. Und plötzlich hören wir Glöckchen. Ziegen? Nein, irgendwo weit hinten sind braune Kühe zu sehen. 

Oben wieder angekommen gönnen wir uns einen kleinen Kaffee und den Schokokuchen und dösen für uns hin. Der Fluss ist zwischenzeitlich deutlich schmaler geworden. Also auch hier: Ebbe und Flut. Spannend das zu beobachten ohne durchs Watt laufen zu müssen :-). 

Das Auto muss heute nicht mehr bewegt werden. Monica hat uns eine Platte mit Wurst und Käse zusammengestellt. Den Wein haben wir aus Cascais mitgebracht (da hatten wir keinen Korkenzieher). 

Wir essen gemütlich und stellen fest, dass wir ganz allein auf der Finca sind. Das ist etwas gruselig, im wilden Portugal mit verschiedensten Geräuschen. Nach einer Runde Kniffel und 2 Gläschen Wein gehts ins Bett. 

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